Das Gasthaus Zum Bären wünscht Frohe Weihnachten

Damit alle etwas vom Fest haben

Höchster Kreisblatt, 27. Dezember 2016 (Auszug) – Weihnachtsfeier für Bedürftige des Vereins „Höchster Leuchtfeuer“ und des Gasthauses „Zum Bären“

Seit mittlerweile zehn Jahren gibt es im Gasthaus „Zum Bären“ am Heiligabend eine Weihnachtsfeier für Menschen, an die sonst niemand denkt. Dabei werden auch die Wünsche von Kindern erfüllt.

Der Aufruf im Höchster Kreisblatt, den Verein „Höchster Leuchtfeuer“ bei seinem Weihnachtessen für Bedürftige zu unterstützen, ist auf großen Widerhall gestoßen. Besonders die Bitte, den Verein bei der Bescherung von Kindern zu unterstützen, wurde eifrig befolgt. „Die letzten offenen Geschenke haben Angestellte von Sanofi übernommen“, berichtet erfreut Wiltrud Pohl, die Vorsitzende des Vereins. Die Mitarbeiter der Industriepark-Firma hatten sich noch vor dem Fest mit „Leuchtfeuer“ in Verbindung gesetzt und Wünsche von Kindern aus bedürftigen Familien erfüllt.

Beschert wurde nun am Mittag des Heiligabends im Gasthaus „Zum Bären“ auf dem Höchster Schlossplatz. Wieder hatten Wirt Frank Wellert, seine Frau Lizza und Freiwillige aus dem „Bären“-Team ihre Freizeit geopfert, um zusammen mit Helfern von „Leuchtfeuer“ Menschen eine Weihnachtsfeier bieten zu können, an die sonst niemand denkt.

„Gesichter“ des Lokals
Seit zehn Jahren wird diese Feier vom Verein organisiert, seit zehn Jahren sind Frank Wellert und seine „Bären“-Mannschaft dabei, und seit zehn Jahren helfen auch Stefan Rücker und Farsad „Speedy“ Irvani mit. Rücker und Irvani sind so etwas wie die „Gesichter“ des Lokals, denn die beiden Kellner stehen immer im direkten Kontakt mit den Gästen. Diesmal hatten sie einen besonderen „Auszubildenden“ in ihren Reihen. Henning Brandt, Verwaltungsstellenchef im Bolongaropalast, unterstützte die Mannschaft tatkräftig und servierte mit.

„Im Mai hat die Höchster Wohlfahrtsstiftung 2500 Euro an ‚Leuchtfeuer‘ übergeben, und da bin ich gefragt worden, ob ich nicht mal Lust hätte“, berichtet Brandt von der Anwerbung. Die Höchster Wohlfahrtsstiftung, am 1. Januar 1927 begründet und mit der Eingemeindung an die Stadt übergegangen, unterstützt Bedürftige aus den westlichen Frankfurter Stadtteilen, fördert Ausbildungen, hilft im Denkmal- und Landschaftsschutz und engagiert sich für Sportvereine. In der Vorweihnachtszeit benennen Stadtbezirksvorsteher, Sozialbezirksvorsteher sowie Vertreter von Sozialstationen, Kirchengemeinden und weiteren gemeinnützigen Institutionen hilfsbedürftige Bürger aus dem Frankfurter Westen, die für seine Beihilfe in Frage kommen. Darüber hinaus unterstützt die Stiftung auch im Rest des Jahres besondere Projekte, wie zuletzt die Sanierung der Unterliederbacher Dorfkirche und der Antonius-Figur aus der Höchster Justinuskirche.

Mit dem Geld der Höchster Wohlfahrtsstiftung hat der Verein ‚Leuchtfeuer‘ beispielsweise über den Sommer Ausflüge für Menschen organisiert, die sich keinen Urlaub oder keine Reise leisten können. „Wir sind unter anderem mit Rentnern nach Bad Orb zum Kaffee trinken gefahren und haben eine Schifffahrt gemacht“, berichtet Wiltrud Pohl.

Gesungen wird auch
Das Essen für die Weihnachtsfeier im „Bären“ hat der Wirt gespendet; seine Köche standen in der Küche und haben Gänsebraten, Rotkraut, Kartoffelklöße, Spanferkel oder Kalbsgulasch mit Nudeln zubereitet. Plätzchen gab es für alle, die Kinder konnten sich über schöne Geschenke freuen. Das Lokal war dicht gefüllt; neun Ehrenamtliche von „Leuchtfeuer“ haben geholfen.

Pfarrer i.R. Albert Seelbach feierte mit und stimmte Weihnachtslieder an; auch Sopranistin Astrid, begleitet vom jungen Nathan am Keyboard, unterhielt die Gäste, die einmal schlemmen konnten, wie es sich an Weihnachten gebührt. […]

Autor: Volker Vonhof
Quelle: Höchster Kreisblatt